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moers festival Newsletter 21. April 2017

Liebe Fans, Musikfreunde und Kritiker des moers festival,

seit dem letzten Newsletter vom Dezember 2016 ist wieder viel passiert. So viel, dass wir glatt vergessen haben, euch über News, Entwicklungen, Überraschungen und Ideen auf dem Laufenden zu halten. Das wollen wir mit diesem verspäteten Ostergruß nachholen!

Obwohl wir insgesamt spät dran sind, war der Early-Bird ziemlich schnell ausgeflogen und wir befinden uns bereits mitten im regulären Vorverkauf. By the way: das Festival 2017 ist gesichert und findet statt!

Am 6. April haben wir das „Festivalprogramm Teil I“ den Medienvertretern im Rahmen einer dem Festival entsprechenden improvisierten Pressekonferenz am Rheinufer in Düsseldorf präsentiert. Einen Zusammenschnitt der von Moers besetzten Düsseldorfer Zone (inklusive Störung der Rheinschifffahrt) findet ihr auf unserer seit dem 6. April erneuerten Website. Und natürlich alle Infos zum Programm!

Zugleich entstand während der Programmvorstellung das aktuelle moers festival Plakat 2017, live (und mit etwas Gelb) improvisiert von Malte Jehmlich, der auch für unsere Cartoonreihe „Spitzbart“ verantwortlich zeichnet. Die Wortbeiträge wurden ebenfalls in Echtzeit zu einer Klangcollage verdichtet, Achim Zepezauer war mit seinem „Tischlein Elektrisch“ eigens dafür angereist.

Mit der Vorstellung des Programms ist leider auch die Mission meines lieben Wegbegleiters und Freundes Olaf Reifegerste als Mitglied unseres Teams zu Ende gegangen. Während der intensiven ersten Monate seit Anfang Dezember hat er viele Kooperationen in die Wege geleitet, neue Möglichkeiten aufgezeigt und die Pressearbeit mit aller Erfahrung erledigt. Olaf, dafür danke ich Dir und wünsche Dir endlich etwas mehr Ruhe im wohlverdienten Ruhestand.

Zurück zum Programm: Unser gesamtes Team hat während der letzten vier Monate daran gearbeitet. Ohne Blick auf die Uhr, inmitten unbeantworteter Fragen und trotz einiger kreotischer Chaotivität. Auch hier: Danke fürs Bällehochhalten, fürs Kastanien-aus-dem-Feuer-holen und euren Spitzeninput! Ich glaube, das Programm ist ungefähr so geworden, wie ich es mir beim Schreiben des Weihnachtsnewsletters „letztens" gewünscht hatte. „Festivalprogramm Teil I“ ist also fertig. Mit 24 Konzerten in der Festivalhalle an vier Tagen.

Die morning sessions sind tot! Lang leben die morning sessions!
Nur, dass sie jetzt moers sessions heißen und sich verdoppelt haben: Drei mal morgens, drei mal nachts. Und natürlich wie gewohnt und weiterhin kuratiert von Jan Klare. Eintritt selbstverständlich frei - aber teilweise an neuen Spielorten (Infos folgen…).

Auch neu: „discussions“ - kuratiert von Avantgardist Thorsten Töpp. Gleichberechtigte Unterhaltungen vernunftbegabter Personen. Dialoge zwischen Kulturen, Instrumentalisten, Sprachkünstlern und Genres. Schlaglichter auf Religion, Sexualität oder einstige Metropolen der Freiheit der Kunst. In der Festivalhalle, im Rathaus, in der Stadt und auf der grünen Wiese.

moersify!“ - ein mysteriöses Virus überzieht die Stadt. Während der vier Festivaltage verbreitet sich der Spirit von moers in Moers, sukzessive und schleichend, subversiv und unaufhaltsam… von der Bassblockflöte in der Buchhandlung über den vom bratschenbegleiteten Tänzer beinflussten Friseurbesuch bis zum Espresso mit Elektropop …
Kleine feine Auftritte von Künstlern aus dem Festivalprogramm, ganz nah und mitten in der Stadt - der infizierte Einzelhandel, Treffpunkte und Läden zeigen Flagge: moersify!

„Festivalprogramm Teil II“ Eintritt frei!
Neben den Konzerten in der Festivalhalle und einigen kostenpflichtigen Konzerten in der Stadt wird es vom 1. bis 5. Juni 2017 in Moers ein veritables und in diesem Umfang noch nicht erlebtes Spektrum an Konzerten, Performances, Workshops und Aktionen geben. 

Schon ab 1. Juni werden die australischen Riesenmarionetten „snuff puppets“ durch die Innenstadt ziehen - klangstark begleitet von den kongolesischen jugendlichen Blechbläsern „Les Jeunes Talents“ und Freunden aus dem Bergischen Land: „BeLaKongo“. moers in Moers - unübersehbar, unüberhörbar!

Das Außengelände an der Festivalhalle mitsamt Händlermarkt wird komplett umgestaltet und heißt ab sofort „Festivaldorf“. Jugendgruppen, Schulklassen, Freiwillige und Künstler gestalten unter der Leitung von Rüdiger Eichholtz einen zentralen „Dorfplatz“ für das Festival, für die Moerser*innen, für Kinder, für Tiere, für Hippies und Nerds. Wer mit dem Pferd kommt, bekommt zwei Bier (*) gratis! (* bzw. Getränke nach Wahl)

Natürlich bekommt dieser Platz eine Bühne, auf der ein gutes Dutzend Bands auftreten wird: Regionale Talente, krasses Zeug, Musik für Kinder, Weltmusik und Tanzbares. Leider mit Djembeverbot für Weiße, gemäß Erlass von Donald Isfort vom 1. April 2017.

Der Stadtpark wird wieder Bindeglied zwischen Festivaldorf und Innenstadt - mit Liedermachermassaker (zwischen den Maulwurfhügeln), Konzerten und Party auf der Kulturinsel „Nepix Kull“, Kunstaktionen und - installationen im Park.

Und in den Kirchen, den Schulaulen, im Schlosstheater, im Martinstift, im Rathaus, im Peschkenhaus, dem Bollwerk und weiteren Kneipen finden zahlreiche Konzerte statt, die neben moersify!, den discussions und den moers sessions weitere Facetten des Festivals zeigen: improvisierte Alte Musik, Neue Musik, Drone mit Songwriting, Filmvorführung, Elektropunk, Lateinische Protestsongs, Musik aus Partnerstädten, Guerillakonzerte, Freejazz gemäß DIN ISO 10957, soliden NewJazzMainstream und ein ausgewachsenes Programm  alleine im diesjährigen Festivalzentrum „Die Röhre“, wo wir alle zusammen mit der US-Band „Talibam!“ am Pfingstmontag das Festival 2017 surreal und anarchisch beschließen werden. (Also: wer kommt, der kommt…)

Das gesamte Programm für Moers, den Park und das Festivaldorf wurde heute Vormittag auf der Pressekonferenz „Festivalprogramm Teil II“ im Café Mehrhoff in Moers vorgestellt. 

Volunteers, Freiwillige und Kuchenspender!

Wir sind neu. Das merken wir täglich und die Baustellen werden nicht weniger…

Deshalb freuen wir uns über Freiwillige, Volunteers, ehrenamtliche Helfer*innen, Unterstützung, Man*Womanpower oder auch praktische Hilfe. Oder über Kuchen, selbst gemacht, niederrheinische Spezialitäten für unsere Künstler*innen und Helfer*innen, Kaffee, Grillagetorte…

Tickets abreißen, Flyer verteilen, Plakate hängen, Bierzeltgarnituren und Zelte auf- oder abbauen, Stühle stellen, Dinge von A nach B fahren (zwischendurch noch bei C vorbei…), oder selbst Spieler einer Riesenmarionette sein, Nepix Kull von Entengrütze befreien, freiwillig die nächsten Wochen mit einem großen moers festival Aufkleber auf dem Auto herumfahren, den Backstage-Grill einen Abend bedienen, für eine Feuerschale im Park einen Abend die Verantwortung übernehmen… die Liste lässt sich fast endlos fortsetzen.

Ein wichtiges Thema zum Schluß: Natürlich kann wieder gezeltet werden. Das bewachte Areal auf dem Gelände des Solimare sollte auch Pfingsten 2017 noch ausreichend Platz bieten. Für Wohnmobile wird es dieses Jahr aufgrund von Baustellen (betroffen ist der Platanenplatz) allerdings etwas eng; wir werden Lösungen finden. Oder improvisieren!

In diesem Sinne wünschen wir hervorragende Wochen vor Pfingsten

Tim Isfort und das Team des moers festival 2017


moers festival Newsletter April 21st 2017

Dear fans, music friends and critics of moers festival,

Since our last newsletter went out in December 2016, a lot has been going on again. So very much in fact that we straight up forgot to keep you guys up to speed on all of our news, developments, surprises and ideas. So we thought we’d send out these (admittedly belated) Easter greetings to take the opportunity to catch you up on everything!

Although we are a little behind schedule on the whole, our early-bird ticket special flew the coop and sold out pretty quickly, which means that our regular sale of advance tickets is now already well underway. By the way, in case you haven’t heard yet: the 2017 edition of the festival is confirmed and definitely set to take place!

On April 6th, we presented the first part of the festival program to representatives of the media in the scope of an improvised press conference befitting a festival such as ours on the banks of the Rhine in Düsseldorf. You can find video highlights from the Moers occupied zone in Düsseldorf (featuring incidental noises from the ship traffic on the Rhine) on our newly overhauled website. Along with full information regarding this year’s program too of course!

While we were busy presenting the program, the poster for moers festival 2017 was being created, live (and with more than a bit of yellow), improvised by Malte Jehmlich, who is also the artist behind our cartoon series “Spitzbart”. The spoken elements of the press conference were also transformed into a sound collage in real time on site by Achim Zepezauer, who brought his “electric wishing table” along from Dortmund expressly for that purpose.

With the presentation of the program, unfortunately the mission of my dear companion and friend Olaf Reifegerste also came to a close as a member of our team. During the intense first months starting from early December on, he prepared the way for a number of co-operations, pointed out new possibilities and took care of the press work with an experienced hand. Olaf, my thanks go out to you for that  and more and I wish you finally a little more rest and relaxation in your well-earned retirement!

Back to the program: Our whole team has been working on it non-stop for the past four months. Without looking at the clock, surrounded by unanswered questions and in spite of more than a little creaotic chaostivity. Here too: Thanks for keeping the ball rolling, for pulling the chestnuts out of the fire on time and for your brilliant input! I think that the program turned out to be pretty much what I was dreaming of when I sat down to write the Christmas newsletter “recently”. So, “Festival Program Part I” is complete. With 24 concerts over four days in the festival hall.

The morning sessions are dead! Long live the morning sessions!
Only, now they are called moers sessions and they’ve doubled in number: namely three times in the morning and three times at night. And of course Jan Klare will continue to be at the helm as our curator. Admission will remain as traditionally the case free of course too – though we will be bringing the sessions to new venues as well as old (info to follow soon...).

Also new: “discussions” – curated by avant-gardist Thorsten Töpp. Conversations on an equal footing between rational individuals. Dialogues between cultures, instrumentalists, linguistic artists and genres. Highlights on religion, sexuality or erstwhile metropolises of artistic freedom. In the festival hall, the town hall, in the city and out on the green grass.

moersify!” – a mysterious virus has taken over the city. During the four days of the festival, the spirit of moers will spread across Moers, successively and stealthily, subversively and irresistibly...from the bass recorder in the book shop to a visit to the hairdressers impacted by dancers accompanied by a viola all the way to espresso in electro-pop ambience…

Small but exquisite performances by artists from the festival program, intimate and in the middle of the city – the infected retail sector, meeting places and shops show their colours: moersify!

“Festival Program Part II” – Free Admission for All!
In addition to the concerts in the festival hall and some individual concerts in the city which require a paid ticket, from June 1st to the 5th 2017 Moers will play host to a veritable cultural spectrum of unprecedented scale consisting of concerts, performances, workshops and various actions.

Already from June 1st, the giant marionettes of Australian troupe “snuff puppets” will be on the loose in the downtown area – accompanied by the powerful sound of the young Congolese brass band “Les jeunes talents” and friends from the Bergisches Land region: “BeLaKongo”. moers in Moers - unmissable, unmistakable!

The grounds outside of the festival hall, including the market place, are being completely redesigned and now bear the name “Festival Village”.  Youth groups, school classes, helpers and artists will set up a central “Village Square” under the direction of Rüdiger Eichholtz , for the festival, for the people of Moers, for kids, for animals, for hippies and nerds. Whoever comes with a horse gets two beers (*) free! (* or other beverages of their choice)

Of course this village square will also be getting its own stage, which will be brought to life by a good dozen or so bands: regional talents, extreme stuff, music for kids, world music and danceable fare. Unfortunately with a djembe ban for white people, following an executive order from Donald Isford dated April 1st 2017.

The City Park will once again serve as the connecting link between the festival village and the downtown area – with a songwriter massacre (between the molehills), concerts and a party on the culture island “Nepix Kull”, art actions and installations in the park.

And in the churches, the school auditoriums, in the theatre, at the Martinstift, city hall, Peschkenhaus, Bollwerk and other bars, a multitude of concerts will take place that, in addition to moersify!, the discussions and the moers sessions, will show other facets of the festival: improvised early music, new music, drone with song writing, film screening, electro-punk, protest songs in Latin, music from partner cities, guerrilla concerts, free jazz in accordance with German Institute for Standardization norm #10957, solid newjazz mainstream and a full-grown program alone in this year’s Festival Centre “Die Röhre”, where we will all close out the 2017 festival edition on Whitsuntide Monday in surreal and anarchic fashion together with the US band “Talibam!” (well: whoever comes, comes…)

The whole program for Moers, the park and the Festival Village was presented this morning at the press conference for “Festival Program Part II” at Café Mehrhoff in Moers. 

Volunteers, Helpers and Cake Donors!
We are new. We realise that every day and the number of open worksites isn’t going down...

That’s why we are happy to welcome any and all volunteers, helpers, supporters, manpower and womanpower or practical help of any kind. Or cakes, home-made, Lower Rhine specialities for our artists and helpers, coffee, Grillagetorte for instance …

Tearing off ticket stubs, distributing flyers, hanging up posters, putting up and tearing down beer tent sets and awnings, setting up chairs, driving things from point A to point B (and passing by point C on the way too...), or breathing life into a huge puppet yourself, freeing Nepix Kull from duckweed, volunteering to drive around with a big moers festival sticker on your car for the next weeks, manning the backstage grill for an evening, assuming responsibility for a fire bowl in the park for an evening...the list could almost go on forever.

One more important topic before we close for now: Of course, camping will be possible again. The guarded area on the grounds of Solimare should also be able to provide enough space for Whitsuntide 2017. It may be a bit tight for RVs this year due to construction though (specifically at Platanenplatz); but we’ll find solutions. Or improvise them!

In this spirit, we wish you wonderful weeks between now and Whitsuntide!

Tim Isfort and the moers festival 2017 team